Kampfkunst

Aikidō wurde von seinem Begründer O’Sensei Morihei Ueshiba selbst u.a. als „Art of Peace“ bezeichnet – Kunst des Friedens. Und so wird es auch für uns wichtig, Aikidō nicht in dem Sinne zu üben, jemand anderen kontrollieren oder sogar bezwingen zu wollen.

So führt sein Ausspruch „maza katsu a gatsu“ (ein wirklicher Sieg ist ein Sieg über sich selbst) zu der Philosophie hin, die wir mit Aikidō verbinden: Sich zurücknehmen, dem eigenen Ego nicht den gewohnten Raum geben – so kommen wir der Wirklichkeit näher und werden gemeinsam, befreiter miteinander leben.

Ohne die Grundlagen des Budō geht es jedoch nicht. Wie in einem intensiven, wechselseitigen Gespräch: Zugewandt und ohne Unterlass braucht es beiderseits ein sich ernsthaftes Einlassen – für den / die Partner/in „aite“ als auch den / der Gebenden „shite“.

Für uns steht keine blinde Pflichterfüllung oder Abfolge von Techniken im Vordergrund. Wir wollen nicht kontrollieren, sondern uns fortwährend Aufmerksamkeit und Teilnahme entgegenbringen. Wie in einem aufrichtigen und ehrlichen Kampf wenden wir uns einander zu und sind bereit alles zu geben. Der Gewinn ist zunächst nicht vorstellbar – es braucht einige Zeit, dass aus der anfänglichen Ahnung Gewissheit wird.